07.07.2009

 


Ein Blick nach Spanien

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Die Situation vieler Haustiere in Spanien ist dramatisch!
In der Tötungsstation Badajoz werden die Tiere nach 21 Tagen getötet, wenn keine Adoption oder Pflegestelle vorliegt, jährlich etwa 2000 Tiere.
Der TSV Pérrikus, Adana, andere Vereine und wir nehmen regelmäßig Tiere aus Badajoz auf, versorgen und vermitteln sie. Ebenso nehmen Pflegestellen in Spanien Tiere aus den Perreras und von der Straße zu sich. Hier kann man die medizinischen Standards mit deutschen Verhältnissen vergleichen.
Trotz aller Sorgfalt birgt die Adoption eines spanischen Hundes jedoch auch Risiken.

Viele Hunde haben über längere Zeit keine direkte Bezugsperson gehabt, sie sind zum Teil nicht stubenrein und haben seit Jahren nicht mehr, wenn überhaupt jemals, in einer Familie gelebt! Sie müssen sich erst an eine Familie anpassen. Durch das Zusammenleben mit sehr vielen anderen Tieren stehen sie unter Stress! Viele von ihnen haben kleine Wehwehchen, Hautprobleme sind noch teilweise Unterernährung, Verletzungen durch Unfälle, Misshandlung und Kämpfe.

 

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Viele Hunde sind Streuner und wurden irgendwo einfangen und abgegeben, wurden aus Verkehrsunfällen, aus dem Müll etc. gerettet.. Die meisten Besitzer entledigen sich ihrer Haustiere ohne eine Visitenkarte zu hinterlassen. Das heißt, wir wissen häufig so gut wie nichts über die Vorgeschichte der Tiere. So ist jeder Hund ein wenig wie ein Überraschungsei. Man weiß nicht was drin steckt. Wir versuchen jedoch, so gut wie möglich über den Charakter des Tieres Auskunft zu geben.
Wir wissen meistens nicht, ob die Hunde katzenverträglich sind! Die spanischen Kollegen können das auch nur selten testen. Wir haben allerdings die Erfahrung gemacht, dass die Hunde, selbst gestandene Jagdhunde, sich an die Katzen gewöhnen und Burgfrieden halten. Viele Hunde mussten sich lange auf der Straße durchschlagen, so könnten Kleintiere als Beute betrachtet werden. Sie gehen häufig nicht gut an der Leine, kennen oft keine Grundkommandos, und das Bett und der Tisch sind ihnen ganz und gar nicht heilig. Zur Verträglichkeit mit Kindern können wir meist mehr sagen.

Obwohl unsere Organisation inzwischen ein gutes Netzwerk in Deutschland aufgebaut hat, und auch ein Tier, wenn es gar nicht anders geht, auf eine Pflegestelle gebracht werden kann, sollte man sich aber darauf einstellen, dass dieses Tier dann sein ganzes Leben bei Ihnen ist.
 

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Container mit ermordeten Haustieren. (copyright Gataweb Madrid)
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Animal Hording in Deutschland

letzte Aktualisierung: Dienstag, 7. September 2010 - © Tierschutzverein Tierfreunde Hund und Leben e.V.

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